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Tintenarten


Wasserbasierende Tinte
Wasserbasierende Tinte wird vor allem für das Schreiben oder Markieren auf Papier eingesetzt, da wässrige Tinten nicht durch das Papier schlagen und es hierbei nicht so sehr auf die Trocknungsgeschwindigkeit ankommt, denn wässrige Tinte trocknet wesentlich langsamer als lösungsmittelbasierende Tinte. Länder mit hoher Luftfeuchtigkeit bevorzugen daher für Anwendungen auf glatten Oberflächen Tinte auf Lösungsmittelbasis. Wenn die Luftfeuchtigkeit nahezu 100 % beträgt, dann kann die Luft kein Wasser mehr aufnehmen und der Film trocknet solange nicht, bis die Luftfeuchtigkeit sinkt – und auch dann nur sehr langsam!

Lösungsmittelbasierende Tinte

Lösemittelbasierende Tinte wird vor allem für das Schreiben auf glatten Oberflächen (Glas, Folien, etc.) verwendet. Auf Papieren schlägt sie sehr durch und verläuft. In Frage kommende Lösungsmittel sind Alkohol, Spiritus und Ethylacetat. Diese Lösungsmittel haben die Eigenschaft sehr schnell zu verdunsten (unabhängig von der Luftfeuchtigkeit) und somit schneller einen trockenen Film zu bilden.

Mittlerweile wird von den deutschen Herstellern aus physiologischen Gründen als Lösungsmittelbasis nur vergällter Ethanol (Speisealkohol), d. h. Spiritus verwendet.

Farbstofftinte
Bei Farbstofftinten sind die Farbstoffe physikalisch im jeweiligen Medium gelöst (wie Zucker im Wasser). Dies bietet Vorteil einer leichten Herstellung, da der Farbstoff lediglich in das Medium eingerührt werden muss. Außerdem können Farbstoffe nicht sedimentieren, d. h. sie können sich nicht absetzen. Nachteilig an der Farbstofftinte ist jedoch ihre meist geringe Lichtechtheit sowie ihre geringe Echtheit gegenüber Chemikalien.

Pigmentierte Tinte

Pigmente können sich im Gegensatz zu den Farbstoffen nicht physikalisch im Medium lösen, sondern sind lediglich dispergiert (aufgeschlämmt, wie Sand im Wasser). Pigmentierte Tinten haben den Vorteil einer hohen Farbkraft, hoher Lichtechtheit, hoher Wasserfestigkeit und Chemikalienresistenz (dies ist vor allem von Bedeutung, wenn Tinte dokumentenecht sein soll). An Nachteilen ist jedoch zu erwähnen, dass Pigmente sich relativ rasch absetzen (ähnlich wie feiner Sand im Wasser), weshalb die Pigmente in Tinten besonders stabilisiert werden müssen.

Anmerkung: Die Highlightertinte wird oft auch als pigmentierte Tinte bezeichnet. Es sind kleine Kunststoffteilchen in wässriger Lösung dispergiert (ähnlich wie Dispersionsfarbe). Allerdings handelt es hierbei nicht um echte Pigmente, sondern lediglich um Kunststoffteilchen, welche mit speziellen Farbstoffen eingefärbt wurden. Dieser Vorgang ermöglicht dann auch die Fluoreszenz.

Leuchttinte
Das Leuchten der Tinten, die Fluoreszenz, kommt zustande, indem aus dem Tageslichtspektrum ein Teil des unsichtbaren, kurzwelligen UV-Lichts durch das chromophore (farbgebende) System des Farbstoffes absorbiert wird und als sichtbares, langwelliges Licht ausgestrahlt wird. Da die Leuchtfarbe also mehr sichtbares Licht reflektiert als die Umgebung, erscheint Sie uns leuchtend. Dieser Effekt ist unter einer normalen Glühlampe meistens nicht zu beobachten, da sie ja in der Regel keinen UV-Anteil hat, im Gegensatz dazu ist das Leuchten im Schwarzlicht extrem sichtbar.
Der Effekt der Fluoreszenz wird auch bei den so genannten optischen Aufhellern in der Waschmittelindustrie eingesetzt, welche dann die Wäsche weiß "strahlen" lassen.

Permanente Tinte

Permanente Tinte bildet einen wasserunlöslichen, nicht permanente einen wasserlöslichen Film. Permanente Tinte ist meist auf Lösungsmittelbasis und mit einem Bindemittel versetzt, welches beim Trocknen eine Art Lackfilm bildet. Dadurch kann das Farbmittel nicht mit Wasser, sondern bestenfalls mit einem Lösungsmittel entfernt werden. In Deutschland verwendet man für Permanenttinten als Lösungsmittel nur noch Spiritus (vergälltes Ethanol, Speisealkohol). Ester und Ketone werden aus physiologischen Aspekten kaum noch eingesetzt.

Es gibt auch wasserbasierende permanente Tinten. Das Bindmittel ist hier beispielsweise nur in einer Mischung aus Wasser, Alkohol und flüchtigem Alkali löslich. Wenn nach dem Trocknen das Alkali und der Alkohol verdunstet sind, ist der Film nur mit Wasser nicht wieder anlösbar.

Gel-Tinte
In den letzten Jahren haben Gel-Tinten immer mehr an Bedeutung gewonnen. Es handelt sich hierbei um meistens pigmentierte, wasserbasierende Tinten, manchmal aber auch um farbstoffbasierende Tinten. Das besondere an diesen Tinten ist Ihre Rheologie. Gel-Tinten weisen ein strukturviskoses Verhalten, d. h. unter Einwirkung von Scherkräften werden sie dünnflüssig, in Ruhe sind sie dickflüssig. Bei Gel-Stiften erfolgt die Verflüssigung in der Spitze durch die Schreibkugel. Das macht sie besonders gut geeignet für den Einsatz von Pigmenten, welche in normalen (dünnen) Tinten zum Sedimentieren neigen. Pigmentierte Gele haben gegenüber den farbstoffbasierenden Gelen den Vorteil, dass die Schrift auf feuchtem Papier nicht ausblutet. Dieses Problem hat man in Ländern mit hoher Luftfeuchtigkeit, wie z. B. Malaysia.
Seit neuestem gibt es auch so genannte Liquid-Gele. Diese Gele sind ähnlich aufgebaut wir die normalen Gel-Tinten, sind aber wesentlich dünnflüssiger und deswegen meist auf Farbstoffbasis. Gegenüber den klassischen Gelen haben sie den Vorteil, das sie weicher und flüssiger schreiben (more "liquid"), durch ihre niedrigere Viskosität besser ins Papier eindringen und somit weniger klecksen.

Tusche

Die Zusammensetzung von Tusche ist nicht einheitlich definiert. "Tusche" als Begriff ist rechtlich nicht geschützt.

Im Grunde handelt es sich bei der Tusche um eine spezielle Form von Tinte die sich durch eine sehr kräftige Farbe auszeichnet. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sie ihre Farbe meist durch Pigmente erhält, welche (wie bereits dargestellt) eine hohe Farbkraft und Lichtechtheit aufweisen. Außerdem enthält Tusche oft ein Bindemittel, das die Pigmente gut auf dem Papier haften lässt. Dieses Bindemittel kann eine wässrige Lösung von Schellack, oder aber wasserlösliche Kunstharze und Borax sein. Somit lässt sich manche Tusche z. B. mittels einer Rasierklinge vom Papier abschaben. Insgesamt stellt die Tusche eine wasserbasierende, meist pigmentierte Tinte dar. Es gibt aber auch billige Farbstofftuschen (oft als Chinatusche im Handel) auf dem Markt, welche aber nur eine Randbedeutung haben.
Hinweis: Tusche trocknet schneller als Tinte und ist für das Befüllen von Füllfedern nicht geeignet.

Geheimtinten

Als Geheimtinten werden Tinten bezeichnet, die entweder nicht sichtbar sind oder ihre Eigenschaften nach einiger Zeit ändern. Schon vor etwa 2000 Jahren waren Geheimtinten bekannt, die erst nach Behandlung mit Wärme sichtbar wurden. Später kamen dann Tinten dazu, die nach einiger Zeit verschwanden bzw. die die Farbe ändern.

Fleckentfernung

Wenn die Tinten nicht als "auswaschbar" gekennzeichnet sind, ist eine vollständige Entfernung aus der Kleidung meistens nicht möglich. Wundermittel oder Geheimrezepte aus dem Labor gibt es leider nicht, am besten ist es, die verschmutze Kleidung sofort zu waschen. Wie gut der Fleck entfernbar ist hängt sehr von der Art der Textile ab. Erfahrungsgemäß lassen sich Flecken aus Kunstfasern (Polyester, Acryl) wesentlich besser entfernen, als aus Naturfasern (Baumwolle, Wolle, Seide).

Für die Schreibgeräteindustrie gibt es keine speziellen Farbstoffe, so dass man sich der Farbstoffe aus der Textilbranche, Papierindustrie und teilweise aus der Ink-Jet- und Lebensmittelbranche bedient. Diese Farbstoffe sind jedoch so ausgelegt, dass sie an der Oberfläche möglichst gut haften, bzw. sich mit dieser chemisch verbinden (vor allem Textilfarbstoffe).
Daraus resultiert dann auch die schlechte Entfernbarkeit von Tintenflecken.

Historisches

Tinten wurden in Ägypten und China schon um 2600 v. Chr. verwendet. Gewöhnliche schwarze Tinte wurde aus Ruß und Gummiwasser hergestellt. Die Eisengallustinte wurde im 3. Jahrhundert v. Chr. erfunden und durch Abkochen von Eichengallen mit Eisenvitriol hergestellt. Eisengallustinte gilt als besonders dokumentenecht.


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